Friday, November 9, 2012

sewing galaxy testet Shirt-Schnitte, Teil 1


Для русскоязычных: информация этого постинга содержится у меня в теме на сезоне  здесь и здесь.

Es werden demnächst Posts folgen, in denen ich Shirt nähen, testen und darüber berichten werde.
Ich habe schon seit Langem eine Liste mit allen möglichen Shirts  und Basics, die ich schon längst ausprobieren wollte. Nun hat sich herausgestellt, dass sich mir eine wunderbare Möglichkeit  bietet, welche zu nähen, weil meine Tochter festgestellt hat, dass sie aus allen rausgewachsen ist.

Ich werde nicht nur Schnitte analysieren, sondern  auch die Entstehung und Bearbeitung dokumentieren.

Shirt Nr. 1 Lydia
Gekauft bei Burdastyle.com für 1$ (hier). Unten kann man sehen, dass das Modell 250 Mal in allen möglichen Variationen  nachgenäht wurde.
Ich nahm die Größe 32, obwohl normalerweise bei mir und meiner Tochter 34 die Richtige wäre. Ich konnte aber sehen,dass bei vielen der OW-Bereich etwas breit ist. Den Ausschnitt habe ich freihand gemalt und von dem Kleid  wiederholt, weil ich ihn schon damals schön fand.


Das Muster des Stoffes hat mich dazu veranlasst, das schon früher gemachte zu wiederholen.


Also kaufte ich wieder mal feinste Vintage Kloppelspitze.
Nur diesmal wollte ich es etwas flexibler haben und nähte es mit feinstem,  kaum bemerkbaren Zickzack an und nicht per Hand.

Zur Bearbeitung kann ich  Folgendes zeigen: Mit einem Formband habe ich den Nacken und die Schulterpartie vorne(!) verklebt.


Danach habe ich  die Ausschnittkante umgebügelt und mit Coverlock drangesteppt. Die Kloppelspitze habe ich direkt an die Covernaht gesetzt und damit fast verdeckt.

Das Schnittmuster halte ich für sehr gelungen. Der Bereich Armloch/Brust wirf keine Falten, die Ärmel sitzen sehr gut und wenn man nicht zu weit macht, ist es rundum perfekt, obwohl es super schmal am Schnitt aussieht.

Das zweite Shirt ist ein Sammelsurium der verschiedenen Techniken.
der Schnitt kommt  aus der Burda  112_02/2010


Ich wollte diesen Schnitt schon damals ausprobieren, aber kam nicht dazu.
Vor Kurzem hat Marie in the  cave ganze 6 Stück davon präsentiert.
Der Halsausschnitt sieht bei jedem anders aus und wird auch bei jedem anders gemacht.
Ich wurde vor kurzem von  Siebensachen zum selbermachen  an diese Technik erinnert, die ich anfang 2000 total liebte. Sie ist irgendwie mit Unrecht in Vergessenheit geraten.
 Ich habe zum Glück breite Streifen benutzt, also konnte ich es so zuschneiden, dass ich 2 Rollschichten in jeweils anderen Farbe machen konnte.



Hier ist ein Auszug aus einem Bernina-Buch, das ich im russischen Netz gefunden habe.Genau danach habe ich es auch gemacht.

Und ich wollte natürlich meine Wave-Naht ausprobieren und setzte sie bei der Verbindungstelle der Raglan-Ärmel.

Der Schnitt ist so wie er ist ganz gut. Er ist nicht besonders figurbetont, sitzt aber gut.

Monday, November 5, 2012

Bienvenue en Allemagne, Robe Sureau !

Ich freue mich sehr, euch endlich  meine Version von Robe Sureau zu präsentieren.
Mit Dank an Eleonore für die schöne Kreation!

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Das ist mein erster frazösischer Schnitt. Er verbindet die französische Schlichtheit mit deutscher Praktikabilität.
Als ich die erste Version gesehen habe, war es Liebe der ersten Sekunde!
Diese Version und diese waren meine Inspiration.

Leider musste ich 3 Wochen auf das Schnittmuster warten, weil es restlos ausverkauft war.
Eleonore schrieb mir aber, dass die Schnittmuster ab Mitte Oktober wieder da sind.
Hier gibt es sie zu kaufen.
Hiermit gebe ich das Prädikat GUT für den Schnitt. An dem Ärmel hinten kann man noch arbeiten.
Armfreiheit- ausgezeichnet!

Die einzige Korrektur, die ich gemacht habe: Der Rücken musste schmaler gemacht werden.
Ich habe direkt an meiner Tochter abgesteckt. Der Ärmel lief regelrecht auf, d.h.  von Beidem ist zu viel, der Ärmel und der Rücken sind zu weit.


Worauf man unbedingt noch achten sollte ist die Bearbeitung des Halsausschnittes, bei die kleine Raffinesse angewendet wird.
Bei vielen Versionen steht der Halsauschnitt ab. Das liegt daran, dass diese Stelle sehr empfindlich gegen über der Ausdehnungen ist, dem sollte man entgegen steuern.

1. Man legt eine Staystitch (eine einfach grade Naht) auf die Stepplinie bevor der Beleg daran gesteppt wird. Sollte es dennoch während des Steppens  ausgedehnt werden, kann man es leicht nachziehen, was ich auch gemacht habe.
 


 2. Nachdem die Belege dran sind, schneidet man sie stufig ab.


3. Die  Nahtzugaben  schräg einschneiden- so legen sich die Zugaben besser in die Rundung. Dabei darauf achten, dass  die Einschnitte immer versetzt liegen. das ist ganz wichtig, damit die Halslinie schön rund verläuft und keine Knicke bildet.




4. Die Nahtzugaben mit dem Beleg zusammenlegen und von rechts absteppen. Ich mag z.B. keine Absteppung von rechts am Hals. Die Belege werden an den möglichen Stellen von links festgeheftet. Und wenn es immer noch nicht reicht, wird es mit dem Bauschgarn, Nylongarn oder Seidengarn mit Blindstich festgemacht.



Ein wichtiger Punkt bei diesem Kleid ist die  Taillenlinie.  Man nimmt dafür ein breites Gummi, macht es ganz ganz fest um die Taille und macht ein Paar Beugungen rechts, links und vorne, damit das Gummi in die Position der natürlichen Taille kommt. Der untere Rand ist unsere Taillenlinie.





Das Kleid habe ich nur am Rock gefüttert. Damit es keinen Wulst bildet, habe ich beide Schichten wie eine Zusammengefasste verarbeitet.


Der nächste interessante Punkt ist die Raffung an der Brust.
Wenn man beide Raffungen gemacht hat, zieht man das Teil mit gleicher Kraft auseinander.
Dabei achtet man auf das Bild,was sich ergibt. Sind die Raffungen absolut spiegelbildich?
Wenn nein - neu umverteilen, sonst  drohen sich Beulen an unterschiedlichen Stellen zu bilden.


Ärmel:
Zuerst macht man die Doppelnaht an der Kugel der Ärmel.


Die Fäden werden  leicht gezogen und in die Rundung gebracht, sodass man es an den Fingerkuppen  aufhängen könnte.

Wenn man aber schnurgerade die Raffungen  übernimmt- sieht es nicht so schön aus und immer nach zuviel. Links von der senkrechten Stecknadel sieht man, wie es aussehen würde,wenn man einfach nur rafft.
Also, gut verteilen ist die Devise!



Reißverschluss:
Damit der Reißverschluss gut gelingt und auch schön und unsichtbar bleibt, mache ich immer einen Streifen verstärkter Vlieseline rein.


Um Verschiebungen zu vermeiden oder zu minimierien, nähe ich den Reißverschluss immer in einer Richtung, entweder beide Teile von unten nach oben oder anders herum.


Das Resultat kann sich sehen lassen


Und das Schönste zum Schluß, der Saum.
Insgesamt habe ich 3m Spitze und 3m Posamentband verarbeitet.
Posament ist genau an der Verbindungsstelle- Saum/Spitze angebracht. Es sollte der Immitation eines Unterrocks dienen. Die Spitze ist eine elastische Wäschespitze, weil sie weich ist. Dennoch habe ich das Futter nur minimal höher gemacht als die Saumkante des Rockes, damit die Spitze auf den Feinstrumpfhosen nicht haften bleibt.
Posamentband ist mit kleinem Zickzack oben und unten angenäht.



Futterabsteppungsnaht ist dem Posamentmuster in etwa ähnlich. Hier im Bild nebeneinander gelegt.