Es werden demnächst Posts folgen, in denen ich Shirt nähen, testen und darüber berichten werde.
Ich habe schon seit Langem eine Liste mit allen möglichen Shirts und Basics, die ich schon längst ausprobieren wollte. Nun hat sich herausgestellt, dass sich mir eine wunderbare Möglichkeit bietet, welche zu nähen, weil meine Tochter festgestellt hat, dass sie aus allen rausgewachsen ist.
Ich werde nicht nur Schnitte analysieren, sondern auch die Entstehung und Bearbeitung dokumentieren.
Shirt Nr. 1 Lydia
Gekauft bei Burdastyle.com für 1$ (hier). Unten kann man sehen, dass das Modell 250 Mal in allen möglichen Variationen nachgenäht wurde.
Ich nahm die Größe 32, obwohl normalerweise bei mir und meiner Tochter 34 die Richtige wäre. Ich konnte aber sehen,dass bei vielen der OW-Bereich etwas breit ist. Den Ausschnitt habe ich freihand gemalt und von dem Kleid wiederholt, weil ich ihn schon damals schön fand.
Das Muster des Stoffes hat mich dazu veranlasst, das schon früher gemachte zu wiederholen.
Also kaufte ich wieder mal feinste Vintage Kloppelspitze.
Nur diesmal wollte ich es etwas flexibler haben und nähte es mit feinstem, kaum bemerkbaren Zickzack an und nicht per Hand.
Zur Bearbeitung kann ich Folgendes zeigen: Mit einem Formband habe ich den Nacken und die Schulterpartie vorne(!) verklebt.
Danach habe ich die Ausschnittkante umgebügelt und mit Coverlock drangesteppt. Die Kloppelspitze habe ich direkt an die Covernaht gesetzt und damit fast verdeckt.
Das Schnittmuster halte ich für sehr gelungen. Der Bereich Armloch/Brust wirf keine Falten, die Ärmel sitzen sehr gut und wenn man nicht zu weit macht, ist es rundum perfekt, obwohl es super schmal am Schnitt aussieht.
Das zweite Shirt ist ein Sammelsurium der verschiedenen Techniken.
der Schnitt kommt aus der Burda 112_02/2010
Ich wollte diesen Schnitt schon damals ausprobieren, aber kam nicht dazu.
Vor Kurzem hat Marie in the cave ganze 6 Stück davon präsentiert.
Der Halsausschnitt sieht bei jedem anders aus und wird auch bei jedem anders gemacht.
Ich wurde vor kurzem von Siebensachen zum selbermachen an diese Technik erinnert, die ich anfang 2000 total liebte. Sie ist irgendwie mit Unrecht in Vergessenheit geraten.
Ich habe zum Glück breite Streifen benutzt, also konnte ich es so zuschneiden, dass ich 2 Rollschichten in jeweils anderen Farbe machen konnte.
Hier ist ein Auszug aus einem Bernina-Buch, das ich im russischen Netz gefunden habe.Genau danach habe ich es auch gemacht.
Und ich wollte natürlich meine Wave-Naht ausprobieren und setzte sie bei der Verbindungstelle der Raglan-Ärmel.
Der Schnitt ist so wie er ist ganz gut. Er ist nicht besonders figurbetont, sitzt aber gut.

















































