Das ist mit Abstand eines der elegantesten Kleider in meiner Garderobe. Das Kleid ist sowohl schlicht als auch edel. Zu solchen Kleidungstücken sagen die Russen:
"vom Schiff zum Ball.." oder aber "zum Fest und in die Gesellschaft..".
Для русскоязычных: информация этого поста содержится у меня в теме на сезоне здесь
Es ist meiner Meinung nach einer der gelungensten Schnitte, die Burda in den letzten Jahren rausgebracht hat. Der Schnitt ist sowohl raffiniert als auch simpel zu nähen.
Es handelt sich um das Modell 111_08/2017
Bevor ich das Kleid präsentiere, möchte ich paar Details aus dem Inneren des Kleides zeigen.
Als Futter habe ich Viscose-Jacquard genommen.
Ärmel blieben ohne Futter. Die Armlochausschnitte sind mit Schrägbänder eingefasst.
Der Schlitz ist verschärkt gegen Einreißen.
Das habe ich schon mal hier erklärert, wie man so etwas macht.
Die Brosche zum Kleid
Beim Durchschauen der Bilder mußte ich über das Foto schmunzeln.
Ich sehe aus wie eine First Lady auf dem Staatsempfang zum Tee im Schloss Bellevue :-)))
Saturday, November 25, 2017
Sunday, November 12, 2017
Gucci-Mantel nähen - Teil 2
Dieser Post ist leider noch länger geworden, als der Post zuher. Eine andere sinnvollere Aufteilung erschien mir nicht möglich.
Ich versuche mich daher kurz zu fassen und mehr die Bilder für sich sprechen zu lassen.
Ich habe mit der Taschenpatte begonnen: zusammengenäht, Nahtzugaben stufig geschnitten gewendet, gebügelt.
Auf der rechten Stoffseite habe ich Markierung für meine Taschenpattenlage und für die Lage des Futterteils eingezeichnet.
Diese Stelle wird auf der gesamten Fläche der Tasche zusätzlich von links mit Gewebeeinlage verstärkt.
Um es beim Nähen einfacher zu haben, wird ein Futterteil sofort mit der Patte verbunden und zwar mit einem Abstand von 1-2 mm. Danach wird die tatsächliche Linie auf der linken Seite der Patte nochmal markiert und diese dann auf die Markierung für die Pattenlage exakt angenäht.
Der zweite Taschenbeutel wird ebenfalls exakt auf die Markierung platziert und angenäht.
Da mein Mantelstoff recht dick und fest ist, ist es etwas schwierig exakt einzuschneiden.
Immerhin muss ich bis auf max. 2mm in die Ecke einschneiden. Nicht jede Schere kommt damit klar.
Für solche schwierige Fälle nutze ich meine japanische Schere, die ich auf mein Wunsch hin aus Japan habe mitbringen lassen. Diese Schere ist wirklich lebensgefährlich! Ich benutze sie nur mit voller Konzentration. Um den Unterschied deutlich zu zeigen, habe ich die Schneide von der gewöhnlichen guten Fadenabschneider neben der Japanschen fotografiert.
Anschliessend wird die Patte doppelt mit der Nähmaschine fest angenäht.
Direkt danach wird mit Knopflochseide (siehe unten) gearbeitet.
Zuerst werden per Hand grosse Stiche (Steppstiche) nach Gefühl gemacht.
Die linke Seite:
Abschliessend staffiert man die Aussenkante der Patte mit Nähgarn an.
Taschenbäutel werden zusammengenäht und zwar doppelt!!
Der Beleg wird angenäht.
Danach kommt jede Menge Schritte,die für manche sinnlos erscheinen mögen.
Die Naht wird zuerst auseinander gebügelt, nachzugaben gekürzt, stufig geschnitten.
Dann werden sie am Revers in Richtung des Vorderteils gebügelt bis zum Endpunkt vom Revers.
An diesem Punkt wird die Nahtzugabe eingeschnitten und in die andere Richtung gelegt.
Auf die gleiche Weise verfährt man mit der Spitze vom Reverskragen.
Anschliessend dreht man den Mantel auf die rechte Seite und Bügelt man entlang der ganzen Kante.
Mit schrägen Spannstichen arbeitet man entlang der Aussenkante und zwar so, dass man die Naht am Reverskragen etwas in Richtung des Mantels rollt und unten am Endpunkt vom Revers in Richtung vom Beleg. Das macht man damit man die Naht von aussen nicht sichtbar ist.
Vorderfutter wird mit Beleg zusammengenäht.
Die Seitenteile können jetzt mit dem Vorderteil verbunden werden.
Nun geht es weiter mit dem Rückenteil.
Am Rücken muss man wie es im Post 1 war erstmal das Volumen für die Schulterblätter ausarbeiten.
Mit Steppstichen an der Nahtzugabe wird etwas eingehalten und dann mit Dampf in Form gebracht so, dass nichts die Wellen schmeisst.
Das Volumen für die Schulterblätter ist zwar da, die Form ist da, aber man sieht nichts.
Erst danach darf das Formband am Armloch aufgebült werden.
Anschliessend geht es zum Schlitz und Rückenfutter.
Der Schlitz wird zuerst wie gewohnt genäht. Die Fäden bleiben erstmal aussen hängen. Die werden dann im nächten Schritt nach innen gezogen und gesichert. Danach folgt die gleiche Handsteppung wie bei der Patte am Tascheneingriff.
Das fertige Rückenfutter wird nun mit jedem Schlitzteil verbunden.
Die Kragenteile werden mit den Stegteilen zusammen genäht und abgesteppt.
Auch diesmal nutzte ich dafür Knopflochseide, allerdings folge die Absteppung mit der Nähmaschine.
Nahtzugaben werden nah an die Nähte abgeschnitten.
Ober- und Unterkragen werden in Form gebügelt:
Der Steg wird in Bogenform Richtung Ober-(Unter)kragen gebügelt und Ober-(Unter-)kragen wird genau anders rum gebügelt. Am Ende muss so eine Form entstehen.
Ober- und Unterkragen werden an der Aussenkante verbunden und stufig geschnitten, die Ecken weggeschnitten.
Jetzt beginnt die gleiche Bügelarbeit wie beim Beleg:
-alle Nähte ausseinander
-alle Nähte zusammen in eine bestimmte Richtung-hier in Richtung vom Unterkragen
Nach der Bügelarbeit kommt wieder mal schräger Spannstich-Arbeit.
Couture-Aufhänger, der besonders haltbar ist.
Diesmal muss er noch mehr aushalten,da der Mantel einiges wiegt. Deswegen habe ich den Aufhänger diesmal nicht im Schrägenlauf, sondern im Gradenlauf gemacht.
Nachteile:
-schwieriger zu wenden
-weniger hübsch, da die Drehung nicht so volumninös aussieht.
Wenn das Bändchen fertig genäht ist, befestigt man ihn auf dem Bügelbrett und gibt den kräftigen Dampfstoss. Dabei muss man das Bänchen in entgegen gesetzte Richtung ziehen, damit das Bändchen seine maximale Ausdehnung erreichen kann.
danch beginnt man mit der Drehung.
Wieder bindet man diesmal schon das gedrehte Bändchen an das Bügelbrett und wieder gibt man einen Dampfstoß. Diesmal, um es zu festigen.
Dann kann das Bändchen ca.5 mm von der Naht sehr fest angenäht werden.
Rückenteile können jetzt an die Seitenteile angenäht werden und die Schulternähte könnten jetzt auch geschlossen werden.
An diese Stelle möchte ich Paar Worte zum Garn sagen.
Das ist ein Knopflochgarn aus reiner Seide von Gütermann.
Damit habe ich fast alle Hand- und Dekoarbeiten an diesem Mantel ausgeführt.
Ab diesem Punkt beginnt jede Menge Handarbeit.
Mit diesem Schritt befestige ich die Nahtzugabe an das Futter.
Ebenfalls mit Punktrückstichen wird das Futter an beiden Schlitzkanten befestigt.
Am Beleg geht dieser Stich nicht nur am Futter, sondern auch am Revers und Aussenkante des Mantels entlang.
Das ist die leichteste Art Reverskragen anzubringen :-):
Die Kante vom Steg des Unterkragens verbindet man mit dem Halsausschnitt.
Die Unterkante vom Steg des Oberkragens verbinden man mit dem Futter und Beleg. Alle Nähte liegen ausseinder. Wir nähen im Kreis:-)
Anschliessend wird die Halsausschnittkante eingeschnitten und mit Steppstich mit der Unterkante des Stegs vom Oberkragen per Hand zusammen genäht.
Der Kragen ist fest und das Futter kann jetzt auch mit Knopflochseide an die Nahtzugaben befestigt werden.
Jetzt bleibt nur das Bügeln und Reversbreitenvergleich auf die Genauigkeit.
Ich danke für Eure Aufmerksamkeit :-) !
Ich versuche mich daher kurz zu fassen und mehr die Bilder für sich sprechen zu lassen.
Ich habe mit der Taschenpatte begonnen: zusammengenäht, Nahtzugaben stufig geschnitten gewendet, gebügelt.
Auf der rechten Stoffseite habe ich Markierung für meine Taschenpattenlage und für die Lage des Futterteils eingezeichnet.
Diese Stelle wird auf der gesamten Fläche der Tasche zusätzlich von links mit Gewebeeinlage verstärkt.
Um es beim Nähen einfacher zu haben, wird ein Futterteil sofort mit der Patte verbunden und zwar mit einem Abstand von 1-2 mm. Danach wird die tatsächliche Linie auf der linken Seite der Patte nochmal markiert und diese dann auf die Markierung für die Pattenlage exakt angenäht.
Der zweite Taschenbeutel wird ebenfalls exakt auf die Markierung platziert und angenäht.
Da mein Mantelstoff recht dick und fest ist, ist es etwas schwierig exakt einzuschneiden.
Immerhin muss ich bis auf max. 2mm in die Ecke einschneiden. Nicht jede Schere kommt damit klar.
Für solche schwierige Fälle nutze ich meine japanische Schere, die ich auf mein Wunsch hin aus Japan habe mitbringen lassen. Diese Schere ist wirklich lebensgefährlich! Ich benutze sie nur mit voller Konzentration. Um den Unterschied deutlich zu zeigen, habe ich die Schneide von der gewöhnlichen guten Fadenabschneider neben der Japanschen fotografiert.
Anschliessend wird die Patte doppelt mit der Nähmaschine fest angenäht.
Direkt danach wird mit Knopflochseide (siehe unten) gearbeitet.
Zuerst werden per Hand grosse Stiche (Steppstiche) nach Gefühl gemacht.
Die linke Seite:
Abschliessend staffiert man die Aussenkante der Patte mit Nähgarn an.
Taschenbäutel werden zusammengenäht und zwar doppelt!!
Der Beleg wird angenäht.
Danach kommt jede Menge Schritte,die für manche sinnlos erscheinen mögen.
Die Naht wird zuerst auseinander gebügelt, nachzugaben gekürzt, stufig geschnitten.
An diesem Punkt wird die Nahtzugabe eingeschnitten und in die andere Richtung gelegt.
Auf die gleiche Weise verfährt man mit der Spitze vom Reverskragen.
Anschliessend dreht man den Mantel auf die rechte Seite und Bügelt man entlang der ganzen Kante.
Mit schrägen Spannstichen arbeitet man entlang der Aussenkante und zwar so, dass man die Naht am Reverskragen etwas in Richtung des Mantels rollt und unten am Endpunkt vom Revers in Richtung vom Beleg. Das macht man damit man die Naht von aussen nicht sichtbar ist.
Vorderfutter wird mit Beleg zusammengenäht.
Die Seitenteile können jetzt mit dem Vorderteil verbunden werden.
Nun geht es weiter mit dem Rückenteil.
Am Rücken muss man wie es im Post 1 war erstmal das Volumen für die Schulterblätter ausarbeiten.
Mit Steppstichen an der Nahtzugabe wird etwas eingehalten und dann mit Dampf in Form gebracht so, dass nichts die Wellen schmeisst.
Das Volumen für die Schulterblätter ist zwar da, die Form ist da, aber man sieht nichts.
Erst danach darf das Formband am Armloch aufgebült werden.
Anschliessend geht es zum Schlitz und Rückenfutter.
Der Schlitz wird zuerst wie gewohnt genäht. Die Fäden bleiben erstmal aussen hängen. Die werden dann im nächten Schritt nach innen gezogen und gesichert. Danach folgt die gleiche Handsteppung wie bei der Patte am Tascheneingriff.
Das fertige Rückenfutter wird nun mit jedem Schlitzteil verbunden.
Die Kragenteile werden mit den Stegteilen zusammen genäht und abgesteppt.
Auch diesmal nutzte ich dafür Knopflochseide, allerdings folge die Absteppung mit der Nähmaschine.
Nahtzugaben werden nah an die Nähte abgeschnitten.
Ober- und Unterkragen werden in Form gebügelt:
Der Steg wird in Bogenform Richtung Ober-(Unter)kragen gebügelt und Ober-(Unter-)kragen wird genau anders rum gebügelt. Am Ende muss so eine Form entstehen.
Ober- und Unterkragen werden an der Aussenkante verbunden und stufig geschnitten, die Ecken weggeschnitten.
Jetzt beginnt die gleiche Bügelarbeit wie beim Beleg:
-alle Nähte ausseinander
-alle Nähte zusammen in eine bestimmte Richtung-hier in Richtung vom Unterkragen
Nach der Bügelarbeit kommt wieder mal schräger Spannstich-Arbeit.
Couture-Aufhänger, der besonders haltbar ist.
Diesmal muss er noch mehr aushalten,da der Mantel einiges wiegt. Deswegen habe ich den Aufhänger diesmal nicht im Schrägenlauf, sondern im Gradenlauf gemacht.
Nachteile:
-schwieriger zu wenden
-weniger hübsch, da die Drehung nicht so volumninös aussieht.
Wenn das Bändchen fertig genäht ist, befestigt man ihn auf dem Bügelbrett und gibt den kräftigen Dampfstoss. Dabei muss man das Bänchen in entgegen gesetzte Richtung ziehen, damit das Bändchen seine maximale Ausdehnung erreichen kann.
danch beginnt man mit der Drehung.
Wieder bindet man diesmal schon das gedrehte Bändchen an das Bügelbrett und wieder gibt man einen Dampfstoß. Diesmal, um es zu festigen.
Dann kann das Bändchen ca.5 mm von der Naht sehr fest angenäht werden.
Rückenteile können jetzt an die Seitenteile angenäht werden und die Schulternähte könnten jetzt auch geschlossen werden.
An diese Stelle möchte ich Paar Worte zum Garn sagen.
Das ist ein Knopflochgarn aus reiner Seide von Gütermann.
Damit habe ich fast alle Hand- und Dekoarbeiten an diesem Mantel ausgeführt.
Ab diesem Punkt beginnt jede Menge Handarbeit.
Mit diesem Schritt befestige ich die Nahtzugabe an das Futter.
Ebenfalls mit Punktrückstichen wird das Futter an beiden Schlitzkanten befestigt.
Am Beleg geht dieser Stich nicht nur am Futter, sondern auch am Revers und Aussenkante des Mantels entlang.
Das ist die leichteste Art Reverskragen anzubringen :-):
Die Kante vom Steg des Unterkragens verbindet man mit dem Halsausschnitt.
Die Unterkante vom Steg des Oberkragens verbinden man mit dem Futter und Beleg. Alle Nähte liegen ausseinder. Wir nähen im Kreis:-)
Anschliessend wird die Halsausschnittkante eingeschnitten und mit Steppstich mit der Unterkante des Stegs vom Oberkragen per Hand zusammen genäht.
Der Kragen ist fest und das Futter kann jetzt auch mit Knopflochseide an die Nahtzugaben befestigt werden.
Jetzt bleibt nur das Bügeln und Reversbreitenvergleich auf die Genauigkeit.
Ich danke für Eure Aufmerksamkeit :-) !
Subscribe to:
Posts (Atom)



