Saturday, September 24, 2016

Eins noch...

Bevor  ich zur Abschlussarbeit der ersten Stufe übergehe...
Diese Arbeit habe ich noch vor ein paar Wochen gemacht, aber vergessen zu zeigen.

Для русскоязычных: информация этого поста содержится у меня в теме на сезоне здесь

Die Aufgabestellung war es so viel Wirbel in unterschiedlicher Ausführung zu machen, wie es nur geht.
Ich zelebriere den Stickprozess, weshalb ich ungern mit großen und groben Perlen arbeite. Dann ist ein Projekt in der Regel flott beendet.
Ich habe eine Vorliebe für Roccailles der Größe 11/0, 12/0 und 15/0:-)))

Die Stickerei ist natürlich auf transparenten Hintergrund.

Um das Format/die Größe der Stickerei  richtig einzuschätzen, habe ich noch ein Foto im Rahmen nach der Fertigstellung gemacht.
Hier sind noch Paar Detailfotos der Stickerei selbst:

Es ist eigentlich eine Verschönerung des Vorderteils im Bereich des Ausschnitts. Genauso gut würde sich die Stickerei auf dem Rücken machen.
Wenn ich es an der Kleidung anwenden würde, müsste ich noch symmetrisch den zweiten Teil dazu sticken.

Ich habe hier eine Simmulation gemacht, wie das fertig aussehen würde.

Wednesday, September 7, 2016

Eine Formel zur Berechnung der perfekten Länge

Diese Frage wird sehr häufig diskutiert.
Und bisher  war meine Meinung dazu: Es gibt keine- man muss immer die Wirkung des Modells mit dem Fall des Stoffes auf die eigene Proportionen beziehen und anschließend evaluieren.
So ergab es sich bei mir,dass ich kaum exakte dieselbe Länge zwei Mal trage. Es ist Mal 1 cm mehr, Mal 1 cm weniger.
Nun habe ich eine mathematische Formel zur Berechnung der perfekten Länge gefunden.
Wie die aussieht seht ihr unten. Wichtig! Man macht die Messungen von dem Schulterpunkt inkl. Schuhe!!
Meine linke Gehirnhälfte hat sich tierisch gefreut, wir lieeeben Mathe :-)
Ich war so neugierig, dass ich es sofort getestet habe. Dabei kam raus, dass diese Kleider meine perfekte Länge (84 cm)  haben:

Aber...wenn ich mir dieses Kleid angucke, finde ich diese Länge ebenfalls perfekt, obwohl sie deutlich länger ist. Und da sind wir schon wieder beim Thema  "der Mensch lässt sich nicht in Formeln fassen" ;-)

P.S. ich befinde mich zur Zeit in einer Pause. Nähen und Sticken geht grade gar nicht und ich weiß nicht wie lange. Ich habe zu viel gearbeitet und die rechte Hand überlastet.

Monday, August 29, 2016

Was bisher geschah...

Es folgt ein langer Post mit sehr vielen Bilder und wenig Text:-)
Hintergrundinformationen und Bilder sind am Ende des Posts ;-)

Das hier ist bisher die schwierigste Aufgabe in jeglichem Sinne gewesen. Aber dazu komme ich später. Ich zeige heute ein paar Techniken und Beispiele, wo das, was ich zeige, angewendet wird.

1.Freeform. Bei dieser Art werden die Perlen und Steine durcheinander gestickt so, dass der Eindruck entsteht,dass völliges Chaos herrscht.
Die blaue Version ist in indischer Aari-Technique und weiß- Luneville.



Beispiele der Anwendung:

 2. Vollflächenfüllung  mit der krummen Linie.
Dieses Muster wird sehr häufig in unterschiedlicher Art und Weise verwendet, um die großen Flächen zu verfüllen.
Beispiele:

3. Die Aufgabe lautete, 8 Arten die Perlen anzubringen zu verwenden, indem man in einem selbstgewählten Muster so viele Perlen wie möglich unterbringt. Ich habe zwar eine Sakurablüte gewählt, aber es ist mehr sowas wie Apfelblüte rausgekommen:-)

4. Diese Aufgabe war die Schwierigste von allen überhaupt. Laut unserer Meisterin schaffen sie auch nur die wenigsten. Ziel dieser Aufgabe ist es, die Hand des Meisters Joe Mitchell so kennen zu lernen, dass wenn man auf meine Arbeit, die ich in seinem Stil mache, schaut, seine Hand erkennbar ist.
Mich inspirierte sein Werk  und die wunderbare Miss Baker.
Ich habe jeden Abend ca. 1,5 Wochen gestickt. Als Untergrund verwendete ich japanischen Kunstchiffon in wundervoller Qualität- sehr leicht, sehr weich und glatt.
Die kleineren Perlen sind Miyuki Toho und  haben Größe 15/0. Ich musste sie teilweise ausschließlich nur mit Aari-Nadeln (indischem Stickhäken) sticken.




5. das ist weniger eine Aufgabe und mehr ein Auftrag.
Die Stickerei ist gedacht für ein Hochzeitskleid aus Dupionseide  in zartem grün im Stil von game of Thrones. Das Kleid habe ich diesmal gar nicht genäht. Zur Vorlage diente dieses Kleid. Das Hochzeitskleid ist genaue Kopie dieses Modells.
Die Stickerei kommt als Applikation genau wie bei der Vorlage an die Ärmel.
Die verwendeten Perlen sind alle japanische Perlen. Ich weiß nicht, ob das der Grund ist, aber die Stickerei ist diesmal überhaupt nicht so schwer wie es normalerweise der Fall bei den Glasperlen ist.
Das Kleid befindet sich im Atelier. Daher habe ich nur die Möglichkeit dies an dem kleinen Stück des Originalstoffes zu zeigen.
 Stickzeit der beiden Teile betrug 2,5 Tage.

Ein bisschen Hintergrundwissen und einige Bilder...
Teilweise sticke ich auf einem englischen 1 cm breiten Rahmen mit einem Durchmesser von 31 cm.
Den runden Stickrahmen kann man an jedem Tisch mit 2 Einhandzwingen sehr leicht, super schnell und absolut ohne Kraftaufwand befestigen.

Die großformatige Stickereien führe ich auf einem professionellem Rahmen durch. Eigentlich ist die Bezeichnung "Rahmen" ist zu hoch gestochen- Es sind im Grunde nur vier Holzlatten :-)
Das Ganze steht auf zwei Klappböcken aus dem Baumarkt. Die haben zum Glück genau 75 cm Höhe.
Ein unheimlicher Vorteil von diesem Hobby ist, dass es unheimlich flexibel ist und wenig Platz braucht.
Ich kann damit überall sitzen :-)
 Die Tageslichtlampe musste ich leider durch eine LED-Klemmlampe ersetzen.
Auf dem Bild sieht man noch 2 Dinge,die noch nicht so ganz optimal sind.
zu einem fehlt mir eine Garnrollenhalterung. Die habe ich heute bestellt und wird so aussehen.
Die andere nicht so optimale Sache ist die Vorlage für die Perlen. Im Moment benutze ich die vom Perlenladen. Die hält zwar die Perlen schön an Ort und Stelle aber wenn ich mit dem Luneville-Haken die Perlen anpicke, bleibe ich sehr häufig drin stecken.
Demnächst müsste ich mir so ein "Tellerchen" basteln.


 So sieht es bei Lessage aus.
Letzte Zeit sticke ich viel mit Gunold-Metallic Garn. Das ist bisher das beste Metallic-Garn, das mir begegnet ist. Sowohl Madeira als auch Rheingold können mit seiner Qualität nicht konkurieren.

Im Normalfall stickte ich bisher mit üblichen Garnen- Sowohl Nähgarn als auch Overlock
Seralene. Später bekam ich ein Tipp, deas original französische Garn für Stickerei zu verwenden.
Seitdem will ich gar nichts anderes mehr. Dieses Garn ist reines BW-Garn, ist aber so glatt gezwirnt, dass das Garn sich weder verdreht noch jemals entzweit. Es ist einfach unbeschreiblich!
Es heisst Fil a Gant und hat das lächelndes Gesicht eines Chinesen :-)