Kaum ein Russe kennt dieses Kleid nicht.
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Legendär wurde das Kleid nach dem es Nastja genäht hat. Ich glaube, das Kleid hat sogar ihren Nicknamen bekommen, Veilchenkleid. Hier ist ihre Version.
Original Burda 124_09/2009
Auch ich wollte das Kleid haben. Hab sogar den passenden Stoff gefunden. Genäht 2011. Angezogen 2 Mal.
So wurde das Kleid zu einer Schrankleiche. Nur kann ich mir keine Schrankleiche leisten.
Also habe ich das Kleid rausgeholt und zu 70% überarbeitet.
Dabei kam ich zur Erkenntnis, dass das Kleid ein Geheimnis hat.
Aber alles der Reihe nach.
Zuerst dachte ich, es liegt daran, dass das Kleid "nicht meine" Farben hat.
Dann gefiel es mir nicht, dass das Kleid solche Riesenschultern macht. Die Raffungen an der Armkugel waren mir zu dolle. Das Gummi, was ich mit Zickzack aufgenäht habe, war mir zu eng und auf Dauer tat's auch weh. Die Knöpfe waren zu schwer...
Nun began ich es zu ändern. Zuerst die Ärmel rausgetrennt. Das Gummi, was ich aufgenäht habe mit kleinem Zickzack komplett rausgetrennt. Diesmal habe ich dann Gummifäden in die Spule unter Zug gewickelt.
Die Schulterlänge leicht reduziert. Den ganzen Abend habe ich damit verbracht, möglichst ungekreuzelt den Ärmel darein zu bekommen.
Die Knöpfe durch andere Knöpfe ohne Füßchen und etwas Leichtere ersetzt.
Durch die Änderungen musste ich auch die Belege neu annähen.
Nun stand ich vor dem Spiegel und sah, dass das Kleid immer noch anders aussah als bei Burda.
Und dann wurde mir klar, dass das Geheimnis des Kleides in den Proportionen zwischen oberem und unterem Teil liegt. Es war aber nicht so einfach festzustellen, was für Verhältnis ich brauche, weil es keine klare Taillenlinie gibt. So hab ich versucht, es zu erraten und kam auf 6,5 cm weniger als ich hatte.
Und als ich das feststeckte, erschien mir das Kleid plötzlich in völlig anderem Licht!
Nun hab ich schon das Kleid mehrere Male angehabt und werde von Komplimenten überschüttet.
Das Kleid erregt Aufmerksamkeit. Und das obwohl das nicht meine Farben sind.
Ich liebe das Kleid mittlerweile und trage es total oft und gerne.
Daher noch mal ein Appel an alle: ÄNDERN LOHNT SICH!
Am Ende der Fotostrecke zeige ich den Vergleich: Vorher- Nachher.
Das Kleid kann man mit Fellweste- mit und ohne Gürtel- tragen. Daher zeige ich unterschiedliche Tragevarianten.
dynamische Fotos
und nun der Vergleich: vorher- nachher
Saturday, November 9, 2013
Friday, November 8, 2013
Was tun,wenn beim Bügeln die Nahtzugaben Abdrücke hinterlassen
Nichts dauert bei mir so lange wie das Nähen eines geraden Rockes.
Ist wahr, ich bin schon seit 2 Wochen zu Gange :-). Bald ist er fertig.
Bis dahin möchte ich ein paar Kleinigkeiten zeigen.
Heutiges Thema: Was tun, wenn beim Bügeln die Nahtzugaben Abdrücke hinterlassen?
Das kann sogar mit einem sehr feinem Overlockgarn passieren.
Seit einem Jahr benutze ich nichts anderes als Serafil Fernamentgarn u.ä., Stärke 120, 150,180.
Hier kann man den Unterschied zwischen einem Overlockgarn wie z.B. vom Stoffmarkt und dem hochwertigen Overlockgarn sehen.
Dennoch, selbst so dünnes Garn kann beim Bügeln bei einem empfindlichen Stoff Abdrücke hinterlassen.
Damit das nicht passiert, benutzt man Bügelschablonen (Kantenformer).
Diese Bügelschablonen/Kantenformer sind auch wichtig, wenn man mit Cashmir, Samt und Seidensatin arbeitet.
Solche Schablonen sind sehr teuer. Bisher habe ich sie noch nicht angeschafft und mache mir Schablonen selbs: Aus Papier und Karton.
Ein etwas dickeres Papier hält auch Dampf aus.
Und so wird's gemacht!
1. Zuerst werden die Nahtzugaben zusammengebügelt.
2. An beiden Seiten von der Naht zwischen dem Stoff und den Nahtzugaben festes Papier unterlegen
3. Die Nahtzugaben wie gewohnt auseinander Bügeln (geht auch mit Dampf)
4. Kontrolieren der rechten Seite
5. Das Gleiche jetzt am Saum wiederholen
Ist wahr, ich bin schon seit 2 Wochen zu Gange :-). Bald ist er fertig.
Bis dahin möchte ich ein paar Kleinigkeiten zeigen.
Heutiges Thema: Was tun, wenn beim Bügeln die Nahtzugaben Abdrücke hinterlassen?
Das kann sogar mit einem sehr feinem Overlockgarn passieren.
Seit einem Jahr benutze ich nichts anderes als Serafil Fernamentgarn u.ä., Stärke 120, 150,180.
Hier kann man den Unterschied zwischen einem Overlockgarn wie z.B. vom Stoffmarkt und dem hochwertigen Overlockgarn sehen.
Dennoch, selbst so dünnes Garn kann beim Bügeln bei einem empfindlichen Stoff Abdrücke hinterlassen.
Damit das nicht passiert, benutzt man Bügelschablonen (Kantenformer).
Diese Bügelschablonen/Kantenformer sind auch wichtig, wenn man mit Cashmir, Samt und Seidensatin arbeitet.
Solche Schablonen sind sehr teuer. Bisher habe ich sie noch nicht angeschafft und mache mir Schablonen selbs: Aus Papier und Karton.
Ein etwas dickeres Papier hält auch Dampf aus.
Und so wird's gemacht!
1. Zuerst werden die Nahtzugaben zusammengebügelt.
2. An beiden Seiten von der Naht zwischen dem Stoff und den Nahtzugaben festes Papier unterlegen
3. Die Nahtzugaben wie gewohnt auseinander Bügeln (geht auch mit Dampf)
4. Kontrolieren der rechten Seite
5. Das Gleiche jetzt am Saum wiederholen
Saturday, October 12, 2013
Darf ich vorstellen: Titelmodell September
Es ist erstaunlich, wie viele Versionen von diesem Kleid schon im russischen Netz sind und ich habe noch keine deutsche gesehen.
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Ich hätte vermutlich das Kleid auch nie genäht, hätte mein Mann im Vorbeigehen nicht gesagt "Das ist aber ein sehr hübsches Kleid..."
Denn ich selbst fand das Kleid erst gewöhnungsbedürftig.
Burda 108 09/2013
Dann sah ich eine Version nach der anderen und sie überboten sich in ihrer Vielseitigkeit der Wirkung allein durch die Farben und Stoffe, aus denen man sie nähte.
Ich möchte hier nicht alle ü40 Versionen zeigen, wer möchte kann hier durch blättern (Gallerie ist unten, mit Pfeilen weiterblättern).
Das Nähen hat aber bei mir statt 2h 3 Wochen gedauert. Es hatte allein damit zu tun, dass ich alles mögliche ausprobiert habe und doch am Ende zum Entschluss gekommen bin, dass das Beste ist, genau das zu tun, was fast ALLE Russen gemacht haben:
- Der Ausschnitt wird durch einen U-Boat-Ausschnitt ersetzt
- Ärmelnaht oben entfällt
- Armloch wird von unten verkürzt und zwar genau um 3,5 cm. Ärmelkugel wird dementsprechend angepasst.
Alles andere hat nichts gebracht. Jede Änderung führte dazu, dass die wunderschöne Linie der Silhouette, die sich Burda sehr wohl überlegt hattte, gleich verschwunden war.
Um das bildlich zu verstehen, könnte ihr hier eine Version anschauen, wo z.B. das Armloch an sich angehoben und verkleinert wurde (dadurch ist ein schönes Kleid entstanden, aber ein völlig anderes).
Leider war mein wunderschöner Hauptstoff (Feingabardine, Wolle mit Elastan) doch nicht so gut, denn er fällt wunderschön, leider lässt sich null in Form bringen. Und die Rückenansicht lässt grüßen.
Ich habe es nicht geschafft, Abnäher und den RV-Bereich glatt auszubügeln.
Das Kleid sieht mit und ohne Gürtel super aus und sogar völlig anders bei jeder Version.
Um das zu veranschaulichen, biete ich mehrere Versionen des Tragens.
Eine Version fehlt noch! Das Kleid sieht super aus, wenn man einen Obi-Gürtel dazu trägt.
Den muss ich mir noch nähen.
Noch paar kleine Details:
Das Kleid ist am Hauptteil komplett gefüttert und mit den Ärmel verstützt so, dass man keine Nähte von Innen sieht.
Ärmel sind aus Seiden-Crep de chine und mit französischer Naht geschlossen.
Saum habe ich wie sonst mit Dekonaht verschönert. Diesmal war es das Bernina-Kreuzstichmuster.
Sieht irgerndwie schön aus :-)
FAZIT: Dieses Klied ist nicht nur schön und vielseitig, es steht JEDER Frau, jeder Altersgruppe, jeder Figur!
Absolut empfehlenswert!
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Ich hätte vermutlich das Kleid auch nie genäht, hätte mein Mann im Vorbeigehen nicht gesagt "Das ist aber ein sehr hübsches Kleid..."
Denn ich selbst fand das Kleid erst gewöhnungsbedürftig.
Burda 108 09/2013
Dann sah ich eine Version nach der anderen und sie überboten sich in ihrer Vielseitigkeit der Wirkung allein durch die Farben und Stoffe, aus denen man sie nähte.
Ich möchte hier nicht alle ü40 Versionen zeigen, wer möchte kann hier durch blättern (Gallerie ist unten, mit Pfeilen weiterblättern).
Das Nähen hat aber bei mir statt 2h 3 Wochen gedauert. Es hatte allein damit zu tun, dass ich alles mögliche ausprobiert habe und doch am Ende zum Entschluss gekommen bin, dass das Beste ist, genau das zu tun, was fast ALLE Russen gemacht haben:
- Der Ausschnitt wird durch einen U-Boat-Ausschnitt ersetzt
- Ärmelnaht oben entfällt
- Armloch wird von unten verkürzt und zwar genau um 3,5 cm. Ärmelkugel wird dementsprechend angepasst.
Alles andere hat nichts gebracht. Jede Änderung führte dazu, dass die wunderschöne Linie der Silhouette, die sich Burda sehr wohl überlegt hattte, gleich verschwunden war.
Um das bildlich zu verstehen, könnte ihr hier eine Version anschauen, wo z.B. das Armloch an sich angehoben und verkleinert wurde (dadurch ist ein schönes Kleid entstanden, aber ein völlig anderes).
Leider war mein wunderschöner Hauptstoff (Feingabardine, Wolle mit Elastan) doch nicht so gut, denn er fällt wunderschön, leider lässt sich null in Form bringen. Und die Rückenansicht lässt grüßen.
Ich habe es nicht geschafft, Abnäher und den RV-Bereich glatt auszubügeln.
Das Kleid sieht mit und ohne Gürtel super aus und sogar völlig anders bei jeder Version.
Um das zu veranschaulichen, biete ich mehrere Versionen des Tragens.
Eine Version fehlt noch! Das Kleid sieht super aus, wenn man einen Obi-Gürtel dazu trägt.
Den muss ich mir noch nähen.
Noch paar kleine Details:
Das Kleid ist am Hauptteil komplett gefüttert und mit den Ärmel verstützt so, dass man keine Nähte von Innen sieht.
Saum habe ich wie sonst mit Dekonaht verschönert. Diesmal war es das Bernina-Kreuzstichmuster.
Sieht irgerndwie schön aus :-)
FAZIT: Dieses Klied ist nicht nur schön und vielseitig, es steht JEDER Frau, jeder Altersgruppe, jeder Figur!
Absolut empfehlenswert!
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