Nun ist endlich mein Post da, auf den alle so gewartet haben.
Hier stelle ich mein Holzwerkzeug vor, ohne das ich nicht nähen kann.
Das ist diesmal wirklich wortwörtlich zu verstehen.
Das erste, worauf ich gezielt hinweisen möchte, ist dass mein Holzwerkzeug ist fast ausschließlich aus
Buche besteht! Der Grund dafür ist:
-Buche entzieht Feuchtigkeit
-Buche ist schwer und hart im Vergleich zu den anderen Hölzern
Was man definitiv
nicht verwenden darf sind die Hölzer, die Harz absondern.
Ebenfalls ungeeignet sind Spannplatten, Sperrholz und MDF.
Ich fange sofort mit dem Teil an, was alle mittlerweile kennen, das Tailor Board.
Hier ist die Skizze zur Erklärung. Unten drunter könntet ihr euch die Skizze in besseren Qualität downloaden. Unten rechts steht, dass alle Kanten auf Phase1 mm geschnitten werden sollen. Alle Angaben sind in mm, was nicht passt wird passend gemacht!
Hier zeige ich, wie man es bequem zum Bügeln der Ellenbögen oder Ärmelkugeln ansetzt.
Ihr könntet euch dieses fantastisches kurze
Video ansehen, um zu lernen, wie das Tailor-Board richtig eingesetzt wird.
Tailor's Board Skizze
How to Use a Tailor Board
Es ist wichtig, dass das Holz sehr glatt poliert wird. Es ist auch wünschenswert, dass möglichst keine Schrauben sichtbar/spürbar sind, sonst hinterlassen sie Abdrücke.
Mein Papa hat zwar Schraube verwendet, sie sind aber abgedeckt - somit ist die Oberfläche glatt.
Mein Tailor Board ist schon älter und das Holz ist zu weich. Mein nächstes wird aus Buche sein.
Beim Pressen muss ich deshalb noch zusätzlich Kraft aufwenden.
Mein zweites Werkzeug hat keinen Namen. Es ist ein Längsholz, gemacht aus dem alten Buche-Treppengeländer :-).
Es ist ca. 60 cm lang. Beide Enden sind abgeschrägt.
Es ist
das Genialste, was ich habe. Meistens lege ich es auf eine Ärmelbügelhilfe.
Es wird bei geraden, langen Nähten an den Ärmel, Hosen, Röcken verwendet.
Auf diese Weise kann ich perfekt die Nähte bügeln, ohne dass ich Abdrücke der Nahtzugaben bekomme.
In der Arbeit sieht es ungefähr so aus:
Als drittes Holzwerkzeug möchte ich mein Stick- und Pressholz zeigen.
Wie genau ich das beim Sticken verwende, kann ich leider nicht verraten, dieses Wissen habe ich in einem Kurs erworben und fühle mich dazu einfach nicht berechtigt. Aber als Pressholz könnt ihr euch das wunderbar vorstellen. Es ist aus Buche und somit schwer und zieht sehr schnell die Feuchtigkeit des Wasserdampfs in sich ein. Genau so schnell trocknet es auch danach wieder.
Es ist natürlich nicht aus Vollholz gemacht sondern geleimt. Das sieht man ganz gut auf diesem Foto:
Mein viertes Hilfmittel ist aus Styropor :-)
Ich verwende das zum Formen von Cups und Rundungen.
Wie ich das mache, kann ich leider auch nicht genau verraten, weil die Technik der Frau Tatiana Kozorovitsky gehört (vielleicht gibts dazu Videos auf Youtube?), aber ich kann zeigen, was es bringt.
Hier könnt ihr mein Korsett in der Arbeit OHNE Stäbchen sehen. Wenn es nicht zwischenzeitlich gerollt gelegen hätte, wäre die Form jetzt noch runder.
Und als letztes zeige ich mein Handwerkzeug. Damit korrigiere ich meine Ecken. Es ist ebenfalls aus Buche. Früher hatte ich solche aus weicherem Holz, aber die Ecken verbogen sich sehr schnell.
Falls ihr noch Fragen zum o.g. habt, antworte ich gerne.